Bei einer Bombenexplosion an einem pakistanischen Busbahnhof sind am Dienstag zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Nach Krankenhausangaben starben mindestens 29 Menschen bei der Detonation der Autobombe, 64 weitere wurden verletzt. Die Explosion ereignete sich in der Stadt Jamrud in der Stammesregion Khyber, im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan. Ein Sprecher des privaten Rettungsdienstes Edhi sagte, neben zahlreichen Zivilisten seien unter den Toten auch drei Soldaten.

Ein Behördensprecher des Distrikts sagte, die Bombe sei in einem Kleinlaster versteckt gewesen, der in der Nähe des Busbahnhofs geparkt gewesen war. Der Sprengsatz sei ferngezündet worden.

Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt. Aus Sicherheitskreisen hieß es, Ziel des Anschlags seien Mitglieder einer talibanfeindlichen Stammesmiliz gewesen. "Diese Leute haben regelmäßig Drohungen der Taliban erhalten." In der Khyber-Region kämpfen die radikalislamischen Taliban sowie das Terrornetzwerk Al-Kaida gegen die pakistanische Armee. In mehreren Distrikten haben Stammesangehörige Milizen gegründet, die die Sicherheitskräfte im Kampf gegen die radikalen Islamisten unterstützen.



Khyber diente der Nato bis vor kurzem als Hauptroute für Nachschublieferungen an die Truppen in Afghanistan. Nach der Tötung von 24 pakistanischen Soldaten durch Streitkräfte der Nato und afghanische Soldaten hatte Pakistan die Region Ende November für Nachschublieferungen gesperrt.