Australien: Die Flüchtlinge auf der Weihnachtsinsel

Die australische Weihnachtsinsel ist ein von Bootsflüchtlingen oft angesteuertes Ziel. Hohe Zäune umgeben das Aufnahmelager dort, wie diese Bilder zeigen.

Die Weihnachtsinsel liegt im Indischen Ozean, etwas südlich von der Insel Java. Politisch gehört sie zu Australien. Daher landen dort oft Bootsflüchtlinge, beispielsweise aus Afghanistan und dem Irak, und beantragen Asyl. Wegen der Zustände in dem überfüllten Flüchtlingslager dort gab es viel Kritik in Australien. Mit dem Transitland Malaysia hatte die Regierung in Canberra eine Einigung getroffen, nach der Malaysia Boatpeople aufnehmen soll, die in Australien als illegale Ankömmlinge betrachtet werden. Ein australisches Gericht stoppte die Abschiebung.

Kommentare

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Karlos111
#3.1  —  29. Februar 2012, 8:34 Uhr

Hier ist nichts lustig

Ehrlich, auch ich habe mehrfach das "Ironie Off" gesucht.
Meinen die Kommentatoren mit Fachkräften zum Bsp. die Damen im Hintergrund des Fotos? Was ich allerdings immer wieder versuche zu verstehen: weshalb suchen sich Flüchtlinge aus den genannten Ländern Aufnahme in Gegenden die ihrem Kulturkreis so weit entfernt sind. Saudi Arabien oder die Türkei würden doch bestimmt keinen verfolgten Glaubensbruder zurückschicken? Und Fachkräfte brauchen diese Staaten auch.

Aussagekräftig

Sieht nicht unbedingt schlimmer aus als auf Lampedusa.

Jedenfalls kann ich nicht erkennen, was an der australischen Asylpolitik so groß anders sein soll, als an der europäischen á la Frontex. In der Hinsicht sitzen wir wohl alle im selben Glashaus.

Im Übrigen fühle ich mich hier als Ausländer keineswegs unwillkommen. Allerdings bin ich auch kein Asylbewerber, was die Aussage etwas obsolet macht, aber was ich sagen will ist, dass die Australier durchaus wesentlich offener für Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen sind, als ich es aus Deutschland kenne.
Das zeigt z.B. auch die hohe Zahl gut integrierter und ausgebilderter Asiaten und Inder in Australien.

Zum Schluss möchte ich noch mein Mitgefühl für alle Menschen ausdrücken, die sich in einer Situation wie die auf dem Bild Gezeigten befinden. (keine Ironie)