Die Internationalen Atomenergieagentur IAEA hat ihren Besuch im Iran nach zwei Tagen ohne Ergebnisse abgebrochen. Das teilte die Organisation mit Sitz in Wien mit. IAEA-Chef Yukiya Amano äußerte sich enttäuscht über den Verlauf der Gespräche: "Wir sind in einer konstruktiven Haltung herangegangen, aber es wurde keine Einigung erzielt."

Den Vertretern der IAEA sei der Zugang zur verdächtigen Militäranlage Parchin südöstlich von Teheran verweigert worden. Die Delegation unter Leitung von Chefinspektor Herman Nackaerts wollte mehr über das iranische Atomprogramm erfahren, das nach Befürchtung vieler Staaten dazu dient, Kernwaffen zu entwickeln . Der Iran weist die Vorwürfe zurück.

Es war der zweite erfolglose Besuch des Expertenteams unter Leitung von Nackaerts innerhalb eines Monats. Bei dem Treffen habe es auch intensive Bemühungen gegeben, ein Dokument zur Aufklärung ungelöster Fragen über das Atomprogramm und dessen möglicher militärischer Dimension zu erarbeiten. "Leider wurde über dieses Dokument keine Einigung erzielt", hieß es in der Erklärung der IAEA.

Angebot zur Wiederaufnahme der Atomgespräche

Der iranische IAEA-Gesandte Ali Asghar Soltanieh sagte laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA, die Gespräche in Teheran seien intensiv gewesen und hätten sich um die "Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis zwischen Iran und der IAEA" gedreht. Die Verständigung werde fortgesetzt.

Derzeit prüft die EU die Antwort des Iran auf ihr Angebot zur Wiederaufnahme der Atomgespräche zwischen der Regierung in Teheran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland. Die Verhandlungen waren im Januar 2011 abgebrochen worden. Grundsätzlich hat der Iran seine Bereitschaft zu erneuten Gesprächen erklärt, zugleich aber den Ton verschärft.