Auf die israelischen Botschaften in Indien und Georgien sind nach Angaben des Außenministeriums in Jerusalem Bombenattentate verübt worden. Bei einer Explosion in der Nähe der Botschaft in Neu Delhi wurde ein Diplomat verletzt. Botschaftssprecher David Goldfarb sagte, die Ursache der Explosion sei zunächst nicht bekannt gewesen. Das Außenministerium sei in Kontakt mit den indischen Behörden, die den Vorfall untersuchten.

In Georgien konnte ein Anschlag auf den israelischen Botschafter vereitelt werden. Unter der Limousine eines Diplomaten sei ein Sprengsatz entdeckt und entschärft worden, berichteten Medien in der Hauptstadt Tiflis . Der Fahrer des Botschafters habe ein mit Klebeband befestigtes Paket unter dem Wagen gesehen und die Polizei alarmiert. Auch der israelische Rundfunk berichtete über den Fund.

Ziel der beiden Anschläge waren nach Angaben des israelischen Außenministeriums Autos von Botschaftsmitarbeitern. "Es gab einen versuchten und einen vollendeten Anschlag", sagte ein Ministeriumssprecher in Jerusalem. Augenzeugen berichteten im indischen Fernsehen, sie hätten zwei Personen auf einem Motorrad beobachtet, die an einer roten Ampel den Sprengsatz auf dem Heck des Fahrzeugs platziert hätten. 

Netanjahu macht Iran verantwortlich

Das Auto wurde durch die Wucht der Detonation zerstört. Passanten zogen die Diplomatenfrau und den Fahrer aus dem brennenden Wagen. Der Explosionsort war nur 500 Meter von der Dienstvilla des indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh entfernt.

Israel macht den Iran für die Anschläge verantwortlich. Das Land sei weltweit der größte Terrorexporteur, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor Abgeordneten seiner Likud-Partei. Er zog Parallelen zu zwei im Januar vereitelten Anschlägen in Thailand und Aserbaidschan .

Israel hatte seine Auslandsvertretungen wegen des vierten Jahrestages des Todes des Hisbollah-Militärchefs Imad Mughinjeh in Alarmbereitschaft versetzt. Mughinjeh war am 12. Februar 2008 in Damaskus bei der Explosion einer Autobombe getötet worden. Die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Bewegung macht Israel für Mughinjehs Tod verantwortlich und hat Rache geschworen.