Unbemannte US-Flugzeuge beobachten einem Medienbericht zufolge die Angriffe der syrischen Führung auf das Volk. US-Präsident Barack Obama hoffe, mit den Bildern der Drohnen und Abhörprotokollen von Militär und Regierung den Westen zu weiterem Druck gegen Damaskus bewegen zu können, berichtete der US-Sender NBC News.

Eine "ganze Reihe" Drohnen beobachte die Angriffe auf die Zivilbevölkerung, hieß es bei NBC News unter Berufung auf Vertreter des Verteidigungsministeriums . Ihr Einsatz sei jedoch keine Vorbereitung für einen militärischen Angriff. Demnach gab es innerhalb der US-Regierung zwar Debatten über humanitäre Hilfseinsätze. Allerdings werde befürchtet, dass solche Missionen die Beteiligten gefährden oder letztlich zu einem militärischen Einsatz führen.

Die Proteste der Oppositionsbewegung in Syrien halten unterdessen an. Für Sonntag riefen Aktivisten die Menschen in der Hauptstadt Damaskus zu neuen Demonstrationen auf. "Das Blut der Märtyrer ruft euch zum Ungehorsam auf", hieß es auf der oppositionellen Facebook-Seite "The Syrian Revolution 2011".

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In der Hauptstadt hatte es bisher hauptsächlich Kundgebungen für Präsident Baschar al-Assad gegeben. Inzwischen hat sich dies aber offenbar geändert: Nach Angaben der Lokalen Koordinierungskomitees (LCC), die seit Monaten vor Ort die Proteste organisieren, hatte es in Damaskus allein am Freitag 49 Demonstrationen gegeben. Dabei wurden vier Menschen von Sicherheitskräften getötet.

Auch am Samstag gingen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad mit Gewalt gegen Oppositionelle vor. Bei Trauerfeiern in Damaskus schossen Soldaten auf Menschen, berichteten Aktivisten.

Zudem würde Assad das aufständische Viertel Baba Amr in Homs weiter beschießen lassen, meldete der arabische Nachrichtensender Al Jazeera . Demnach sagte ein Aktivist, Assads Truppen seien näher an Baba Amr herangerückt und würden weiter heftig feuern. Ob sie es jedoch wagen würden, den Stadtteil zu stürmen, während es schneie, sei unklar. Die humanitäre Lage in der Stadt scheint aber anhaltend schlecht zu sein, meistens gibt es keine Elektrizität und damit nur schlechte medizinische Versorgung.