Der Iran verstärkt nach Einschätzung der US-Marine seine Militärpräsenz im Persischen Golf. "Der Iran hat die Zahl seiner U-Boote erhöht, er hat die Zahl seiner schnellen Angriffsboote erhöht", sagte Vize-Admiral Mark Fox, Kommandeur der US-Marinestreitkräfte in der Region. Davon geht seiner Ansicht nach eine besondere Gefahr aus: "Einige der kleineren Schiffe wurden mit einem großen Sprengkopf ausgerüstet, der als Selbstmordbombe benutzt werden kann."

Fox ist Chef der fünften Flotte, die unter anderem die Straße von Hormus überwacht . Der Stützpunkt seiner Einheit ist in Bahrain .

Der Iran hat im Konflikt um sein Atomprogramm damit gedroht, die Straße von Hormus zu blockieren . Über die an ihrer engsten Stelle rund 51 Kilometer breite Wasserstraße zwischen Oman und Iran wird nahezu der gesamte Ölexport Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate , Kuwaits, des Irak und Irans abgewickelt – nach US-Angaben etwa ein Drittel des weltweit verschifften Öls. Zudem liefert Katar sein Flüssiggas fast ausschließlich über die Wasserstraße. In der Region kreuzen Kriegsschiffe der USA .

Allerdings muss auch der Iran einen großen Teil seines Öls vom Persischen Golf über die Meeresstraße transportieren, sodass eine Blockade auch der iranischen Wirtschaft schaden würde.

Um den Druck auf das Regime in Teheran zu erhöhen, hatte die Europäische Union ein Importverbot für iranisches Öl beschlossen , das am 1. Juli in Kraft treten soll. Auch die USA wollen verschärfte Sanktionen durchsetzen. So sollen iranische Geldhäuser aus dem Bankenabkommen Swift ausgeschlossen werden. Über Swift wird der gesamte Finanzverkehr von mehr als 10.000 Banken weltweit abgewickelt. Der Ausschluss soll dem Iran Einnahmen für die Finanzierung eines militärischen Atomprogramms entziehen.