Bei einer Serie von Autobombenexplosionen sind im Irak verschiedenen Medienberichten zufolge mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Etwa hundert Menschen wurden verletzt, wie Mediziner und Sicherheitsbeamte mitteilten. Die Explosionen ereigneten sich demnach in mehreren Städten, darunter Bagdad , Kirkuk , Hilla und Kerbela.

Allein in der nordirakischen Stadt Kirkuk detonierten nach Angaben aus Sicherheitskreisen drei Autobomben. Dort starben den Berichten zufolge zehn Menschen. Mindestens 40 Menschen seien verletzt worden, als die Sprengsätze in der Nähe des Polizeihauptquartiers von Kirkuk explodierten.



Zuvor waren im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad bei einem vermutlich von einem Selbstmordattentäter ausgeführten Anschlag mit einer Autobombe mindestens zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden.

In der den Schiiten heiligen Stadt Kerbela südlich von Bagdad starben Angaben zufolge 13 Menschen, weitere 48 wurden verletzt. Unter den Toten waren demnach auch zwei iranische Pilger.



Der Irak erlebt nach dem Abzug der letzten US-Truppen aus dem Land im vergangenen Dezember eine schwere politische Krise, die von Differenzen zwischen Schiiten und Sunniten geprägt ist. Auch die Zahl der Anschläge auf Schiiten hat seitdem zugenommen.

Vom 27. bis zum 29. März ist im Irak erstmals seit mehr als 20 Jahren wieder ein Gipfeltreffen der Arabischen Liga geplant. Die Regierung des irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki hat nach lokalen Medienberichten rund 450 Millionen Dollar in die Vorbereitung des Treffens sowie Sicherheits- und Infrastrukturmaßnahmen investiert. Wegen der Umstürze in der arabischen Welt hatte die Liga ihre im Mai 2011 in Bagdad geplante Jahreskonferenz abgesagt.