Bei einem Bombenanschlag auf eine Trauerfeier in einem Vorort von Peshawar sind mindestens 14 Menschen gestorben. Rund 35 weitere seien durch die Explosion verletzt und in Krankenhäuser gebracht worden, teilten Rettungskräfte und Ärzte mit. Die Polizei vermutet, dass der Sprengsatz von einem Selbstmordattentäter gezündet wurde - klar ist dies jedoch noch nicht. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat.

Der Informationsminister der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, Mian Iftikhar Hussain, sprach von 10 Toten und 28 Verletzten. Der Anschlag habe den Trauergästen gegolten, die sich zu Beerdigung der Ehefrau eines Mitglieds einer regierungstreuen Stammesmiliz versammelt hatten. Diese Gruppe ist im Kampf gegen die Taliban im Einsatz.

Insgesamt hätten mehrere hundert Menschen an der Zeremonie teilgenommen. Den Angaben zufolge war darunter auch der stellvertretende Präsident des Provinzparlaments, Khush Dil Khan, der den Friedhof jedoch kurz vor dem Anschlag verlassen hatte. Der Politiker gehört der moderaten Awami National-Partei (ANP) an. Die ANP regiert die Provinz und unterstützt die Zentralregierung in Islamabad im Kampf gegen radikalislamische Extremisten wie die Taliban.

Die Region Peshawar grenzt an die pakistanischen Stammesgebiete, in denen mehrere radikal-islamische Gruppen aktiv sind. Dort sind in den vergangenen Jahren Hunderte Menschen durch Bombenanschläge ums Leben gekommen.