China legte inzwischen einen Sechs-Punkte-Plan für Syrien vor, der ein Ende der Gewalt, humanitäre Hilfe sowie einen Dialog zwischen dem Regime und der Opposition vorsieht. Der chinesische Botschafter in Kairo , Song Aiguo, sagte jedoch, humanitäre Hilfe dürfe nicht als Vorwand für Einmischung und Verletzung der Souveränität Syriens benutzt werden.

Im Rahmen der diplomatischen Bemühungen reist der Syrien-Gesandte von UN und Arabischer Liga, Kofi Annan , am Samstag nach Damaskus . "Kofi Annan hat mir gesagt, dass er am 10. März in Syrien empfangen werde", teilte der Generalsekretär der Liga, Nabil Elarabi, in Kairo mit. Annan soll wieder einen Gesprächsfaden mit der syrischen Führung knüpfen, um eine Lösung des eskalierenden Konflikts in dem Land zu suchen.

Neuer Anlauf im Sicherheitsrat

Russlands Außenminister Sergej Lawrow ist derzeit ebenfalls in der Region, um mit seinen arabischen Kollegen über ein Ende des Konflikts in Syrien zu reden. Nach einem Gespräch mit dem jordanischen Außenminister Nasser Dschudeh kritisierte Lawrow allerdings erneut die Forderung des Westens und der arabischen Länder nach einem Rücktritt Assads.

Der UN-Sicherheitsrat sagte derweil eine für Dienstag anberaumte Sondersitzung zur Syrien-Krise ab, weil UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos dann bereits auf dem Weg nach Damaskus ist. Ursprünglich hatte die Britin zur humanitären Lage in Syrien vortragen sollen. Die Sondersitzung war zudem als Signal an Syrien gedacht: Die Führung dort hatte der höchsten UN-Repräsentantin tagelang die Einreise verweigert. Nun soll Amos dem Sicherheitsrat nach ihrer Rückkehr berichten. Sie besucht Syrien von Mittwoch bis Freitag.