Ein gemeinsames Team der Vereinten Nationen , der Organisation für Islamische Zusammenarbeit und Syriens soll sich ein Bild über die humanitäre Lage in syrischen Städten machen. Die Delegation werde von der syrischen Regierung geleitet, kündigte UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos an. Die Gesandten würden am Wochenende unter anderem in die Städte Homs, Hama, Deraa und Damaskus reisen.

Amos sagte weiter, es sei "zunehmend lebenswichtig", dass humanitäre Organisationen ungehinderten Zugang bekämen. Sie appellierte an die syrische Regierung, dies zu ermöglichen. Nur dann könne man abschätzen, welche Hilfen am dringlichsten seien, sagte Amos.

Bereits bei ihrem Besuch in der vergangenen Woche in Syrien hatte Amos gefordert, internationalen Hilfsorganisationen nicht weiter den Zugang zu den Bedürftigen zu verwehren. Angesichts der sich verschlechternden humanitären Lage in Syrien hatte sie sich für die Forderung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) nach einer täglichen Feuerpause zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen ausgesprochen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die syrische Regierung und die Opposition auf, mit dem Sondergesandten der UN und der Arabischen Liga , Kofi Annan , zusammenzuarbeiten. "Der Status Quo in Syrien ist unhaltbar", sagte Ban. Alle Seiten müssten die Gewalt beenden. Annan war vergangene Woche zu einem Treffen mit Präsident Assad zusammengekommen. Die Gespräche waren jedoch ohne Ergebnis zu Ende gegangen .