US-Präsident Barack Obama kann in Umfragen den Vorsprung vor seinen möglichen republikanischen Herausforderern ausbauen. Etwa sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl liegt er in einer Umfrage für die Washington Post und den TV-Sender ABC deutlich vorn: Verglichen mit Mitt Romney , dem aussichtsreichsten Kandidaten, führt Obama mit 51 Prozent zu 44 Prozent. Sollte der erzkonservative Rick Santorum für die Republikaner antreten, fällt Obamas Vorsprung mit 52 zu 42 Prozent sogar noch etwas deutlicher aus.

Auch in den meisten Politikfeldern genießt der Amtsinhaber ein höheres Vertrauen als seine Herausforderer – mit einer Ausnahme: Ausgerechnet in Wirtschaftsfragen trauen die Amerikaner dem Ex-Gouverneur und Multimillionär mehr zu als ihrem Präsidenten. Romney liegt in der Umfrage bei der Wirtschaftskompetenz mit 47 Prozent vor Obama, der nur 43 Prozent erreicht.

Allerdings finden die Befragten Obama sympathischer. 64 Prozent erreicht der Präsident dabei, Romney nur 26. Auch bei Frauenthemen, dem Schutz der Mittelklasse und beim Thema Arbeitsplätze liege Obama vorn.

Romney gilt als wahrscheinlicher Kandidat der Republikaner, weil er nach den Vorwahlen in etwa der Hälfte der 50 Bundesstaaten klar vor Santorum liegt. Romney war jahrelang in der freien Wirtschaft tätig und betont immer wieder seine Kompetenz auf diesem Gebiet. Er will die Wirtschaftslage daher zum Hauptwahlkampfthema machen und wirft Obama totales Versagen vor.

Dagegen setzt der Präsident auf das Thema soziale Gerechtigkeit. Er wirft den Republikanern "Sozialdarwinismus" vor. Sie würden sich mehr um die Reichen und Starken in der US-Gesellschaft kümmern als um die sozial Schwachen.