Die britische Regierung bereitet sich auf einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone vor. Laut einem Bericht des britischen Guardian ist sie beunruhigt durch die massive Kapitalflucht in Griechenland.

Die Regierung fürchtet, ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone werde negative Auswirkungen auf die britische und die weltweite Ökonomie haben. Nach Berechnungen britischer Finanzexperten könnten sich die Kosten des griechischen Euro-Austritts auf eine Billion US-Dollar belaufen.

Doug McWilliams vom Centre for Economic and Business Research geht davon aus, dass ein geplanter Austritt Griechenlands aus der Eurozone etwa zwei Prozent des Bruttosozialprodukts, also in etwa 300 Milliarden Dollar, kosten würde. Eine ungeplante Pleite Griechenlands würde sogar eine Billion Dollar kosten. "Es wäre mit Sicherheit das Ende des Euros in seiner jetzigen Form", sagte McWilliams.

Der Chef der britischen Notenbank Sir Mervyn King warnte ausdrücklich vor den negativen Auswirkungen für Großbritanniens Wirtschaft: "Wir haben die größte globale Finanzkrise seit den 1930er Jahren durchgemacht und hatten die größte Bankenkrise in der Geschichte des Landes. Hinzu kommt das höchste Staatsdefizit, das das Land in Friedenszeiten jemals hatte, und der größte Handelspartner, die Euro-Zone, bricht auseinander, ohne dass irgendeine Lösung in Sicht wäre."

Auch andere britische Ökonomen halten vor allem die Unsicherheiten innerhalb der Euro-Zone für die Ursache der Rezession in Großbritannien.