Im Atomstreit mit dem Westen wäre der Iran unter Bedingungen bereit, sein Programm zur Urananreicherung auf 20 Prozent zu beenden. Allerdings müsste dafür das Recht des Landes auf ein eigenes Atomprogramm anerkannt werden, sagte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast in Teheran .

"Unser Atomrecht müsste anerkannt und zur Grundlage weiterer Verhandlungen werden, nur so kann es einen Durchbruch geben", sagte Mehmanparast. "In diesem Fall könnte der Iran sogar einen Stopp der 20-Prozent-Anreicherung in Betracht ziehen, wenn der Westen deren friedlichen Charakter anerkennt."

Zur erhöhten Anreicherung "gezwungen"

Nach seiner Darstellung sei der Iran zu dieser erhöhten Anreicherung "gezwungen" worden, nachdem der Westen die Lieferung weiteren nuklearen Brennstoffs für den medizinischen Reaktor in Teheran verweigert hatte.

Die Internationale Atomenergie-Agentur ( IAEA ) fordert vom Iran, die umstrittene Urananreicherung auf 20 Prozent zu stoppen. Sie gilt als wichtiger Schritt in Richtung einer höheren Anreicherung, mit der auch waffenfähiges Uran hergestellt werden könnte. Für den Betrieb von Atomkraftwerken genügt es, Uran auf drei bis fünf Prozent anzureichern. Westliche Länder befürchten, dass in iranischen Anlagen später auch waffenfähiges Uran mit einem Anreicherungsgrad von 90 Prozent produziert werden könnte.

Erst kurz vor dem möglichen Zugeständnis Irans hatte das Land bekannt gegeben, ein zweites Atomkraftwerk bauen zu wollen.