Die Regierung der Falklandinseln hat für das kommende Jahr eine Volksabstimmung über den politischen Status des zwischen Großbritannien und Argentinien umstrittenen Gebiets angekündigt. Das Referendum werde in der ersten Jahreshälfte 2013 abgehalten. Das gab die Regierung des britischen Außengebiets bekannt.

Die Entscheidung über das Referendum sei "mit voller Unterstützung der britischen Regierung" gefallen, sagte der Vorsitzende des Parlaments der Falklandinseln, Gavin Short. Damit sollten "alle Zweifel an unserem Wunsch ausgeräumt werden, ein britisches Überseegebiet mit autonomer Regierung zu bleiben".

Sowohl Großbritannien als auch Argentinien beanspruchen die dünn besiedelte Inselgruppe im Südatlantik für sich. Erst im Februar hatte der Konflikt erneut zu eskalieren gedroht: Nachdem Großbritannien ein Atom-U-Boot vor der Inselgruppe postiert hatte – nach eigenen Angaben zu Militärübungen – reichte Argentinien formell Beschwerde bei den Vereinten Nationen ein. Daraufhin sagte der britische UN-Botschafter Mark Lyall Grant, sein Land werde die Inselgruppe notfalls "robust verteidigen" .

Auslöser des Konflikts war ein Angriff der damaligen argentinischen Militärjunta auf die Falklandinseln am 2. April 1982, bei dem fast 650 argentinische und rund 250 britische Soldaten starben. Der 74 Tage dauernde Krieg endete für Argentinien mit einer Niederlage. Auf den Falklandinseln leben rund 3.000 Menschen.