Vor dem Besuch von US-Außenministerin Hillary Clinton in Israel hat die ägyptische Führung beruhigende Botschaften nach Jerusalem gesandt. Kairo habe über US-Vermittler mitteilen lassen, es sei dem Friedensvertrag mit Israel von 1979 weiter verpflichtet. Das berichtete der israelische Rundfunk.

Clinton hatte am Samstag in Kairo gesagt, Washington werde den Frieden zwischen Israel und Ägypten weiter unterstützen. Nach dem Wahlsieg der Islamisten in Ägypten hatte Israel Sorge , Kairo könnte von dem Abkommen abrücken. Clinton wird am Sonntagabend in Israel erwartet.

"Vor drei Jahrzehnten haben Ägypten und Israel einen Vertrag unterzeichnet, der es einer Generation ermöglicht hat, ohne Krieg aufzuwachsen", sagte Clinton. Die USA hätten allerdings noch kein Treffen zwischen dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu initiiert. "Die beiden Länder müssen ihre eigenen Pläne machen", erklärte die US-Außenministerin.

Forderung nach Demokratiesierung in Ägypten

Bei ihrem ersten Ägypten-Besuch seit der Vereidigung des neugewählten Präsidenten, dem Islamisten Mohammed Mursi , drängte Außenministerin Hillary Clinton das Land zu einem stärkeren Demokratieprozess . Das Militär solle sich auf seine Sicherheitsrolle beschränken, sagte sie.

Am Montag trifft US-Außenministerin Clinton den israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres , Benjamin Netanjahu, ihren Amtskollegen Avigdor Lieberman sowie den Verteidigungsminister Ehud Barak . Im Zentrum der Gespräche soll der Atomstreit mit dem Iran stehen.