Die Bundeswehr wird voraussichtlich schon in der ersten Septemberhälfte damit beginnen, die internationale Kosovo -Schutztruppe Kfor zu verstärken. Angesichts der angespannten Lage im Norden des Balkanlandes hatte die Nato bereits zum dritten Mal das deutsch-österreichische Reservebataillon mit rund 700 Soldaten angefordert. Zu diesem Bataillon gehören mehr als 500 Deutsche.

Die Soldaten sollen zum 1. Oktober voll einsatzfähig sein und dann eine italienische Eingreiftruppe ablösen. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr erklärte den Schritt mit der Erwartung, dass sich die Lage in der Region weiter verschlechtern könnte.

In der früheren serbischen Provinz Kosovo gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen der serbischen Minderheit im Norden und der mehrheitlich albanischen Regierung. Der Kfor gehören derzeit 5.600 Soldaten aus 29 Ländern an. Deutschland zählt mit 740 Soldaten neben den USA und Italien zu den größten Truppenstellern.