In der Nähe des Hotels, das in Damaskus von den UN-Beobachtern genutzt wird, ist Medienberichten zufolge eine Bombe explodiert. Bei der Detonation seien drei Menschen verletzt worden, meldete das syrische Staatsfernsehen. Demnach war der Sprengstoff an einem Tanklastwagen angebracht. Zuvor hatten Aktivisten von heftigen Explosionen berichtet, die in weiten Teilen der Stadt zu hören gewesen seien. Ein von einer Oppositionsgruppe veröffentlichtes Video zeigte eine dichte Rauchwolke über der Stadt. Krankenwagen fuhren zu dem Anschlagsort, um den eine Sicherheitsabsperrung errichtet wurde.

Nach Informationen des Nachrichtensenders Al Jazeera handelt es sich um das Hotel Dama Rose im Bezirk Abu Remanih, in dem der neue Leiter der UN-Beobachtermission, General Babacar Gaye, noch am Montag eine Pressekonferenz abgehalten hatte. Von der UN-Mission gab es zu den Berichten zunächst keine Stellungnahme.

Die von den Vereinten Nationen nach Syrien entsandten Beobachter sind Teil des Friedensplans, der die Gewalt in dem Land stoppen soll. Wiederholt wurde die unbewaffnete Mission angegriffen. Zuletzt hatten Panzer der syrischen Armee nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon einen Konvoi der Beobachter attackiert . Seit Beginn der UN-Mission Mitte April sind demnach mehr als ein Dutzend Fahrzeuge angegriffen und zerstört worden. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will am Donnerstag über die Zukunft des Einsatzes beraten, dessen Mandat am 19. August ausläuft.

Seit 17 Monaten kämpfen Aufständische in Syrien gegen die Herrschaft von Machthaber Baschar al-Assad. Die internationale Gemeinschaft ist sich uneins, wie ein Ende des Konflikts erreicht werden kann. Diplomaten zufolge soll am Mittwoch auf dem Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in der saudi-arabischen Stadt Mekka der Ausschluss Syriens aus der OIC beschlossen werden.