Im Gebäude des syrischen Staatsfernsehens in Damaskus ist eine Bombe explodiert. Dabei wurden nach Angaben von Informationsminister Omran al-Soabi mehrere Menschen leicht verletzt. Der Fernsehsender in Damaskus war zur Zeit der Explosion auf Sendung.

Zum Beweis, dass der Sendebetrieb nicht unterbrochen war, wurden die Äußerungen des Ministers im Staatsfernsehen ausgestrahlt. Der Betrieb gehe wie gewohnt weiter. "Wir haben viele Studios und viel Ausrüstung", sagte al-Soabi. Die Bombe sei von "feigen Terroristen" gelegt worden, die " Syrien destabilisieren wollen". Augenzeugen zufolge explodierte die Bombe im dritten Stock des Gebäudes und richtete erheblichen Sachschaden an.

Die Hauptstadt Damaskus ist inzwischen wieder weitgehend unter Kontrolle des Militärs. In tagelangen heftigen Kämpfen eroberten Assads Truppen auch das stark umkämpfte Stadtviertel Al-Tadamun zurück. Nach Angaben eines lokalen Aktivisten sollen die Einsatzkräfte bei Hausdurchsuchungen mehrere Menschen an Ort und Stelle erschossen haben. Von unabhängiger Seite lassen sich diese Informationen nicht überprüfen.

Militär bereitet sich in Aleppo auf großen Angriff vor

Der Kampf um die Wirtschaftsmetropole Aleppo ist nach Angaben von Oppositionellen heftiger geworden. Die Regierungstruppen attackierten mehrere Stadtviertel, berichteten Oppositionsaktivisten von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London .

Der britische Nachrichtensender BBC meldete , die syrischen Regierungstruppen seien in Vorbereitung auf einen noch größeren Angriff auf Aleppo ständig verstärkt worden. Eine große Zahl von Soldaten sowie Panzern und anderen Militärfahrzeugen sei zusammengezogen worden. Kampfflugzeuge, Helikopter und Artillerie hätten Positionen der Rebellen attackiert.

Schweiz erwägt Aufnahme von Flüchtlingen

Das Rote Kreuz appellierte an Regierung und Rebellen, Zivilisten von Gewalt zu verschonen . Als eines der ersten europäischen Länder erwägt die Schweiz die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen. Man prüfe Möglichkeiten zur Hilfe für eine begrenzte Zahl von Syrern, sagte ein Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Migration.