Im chinesisch-japanischen Streit um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer hat China am Dienstag zwei Patrouillenboote zu dem Archipel entsandt. Ziel sei es, die "Souveränität des Landes sicherzustellen", berichtete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua . Die beiden Marineschiffe hätten die Gewässer der Inseln bereits erreicht.

Der Schritt erfolgte einen Tag nach einer Ankündigung Japans , die unbewohnte Inselgruppe, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu heißt, zu kaufen . Die Regierung in Peking hatte Japan gewarnt, ein Kauf der Inseln von ihren privaten japanischen Besitzern werde als Affront betrachtet und Konsequenzen haben. Der Kauf wurde am Dienstag von Japan formell abgeschlossen.

Die Inselgruppe liegt rund 200 Kilometer von Taiwan und rund 2.000 Kilometer von Tokio entfernt. Vier der fünf Inseln sind in japanischem Privatbesitz, eine gehört der Stadt Tokio. Die Inselgruppe ist von strategisch wichtiger Bedeutung, zudem werden auf dem Meeresboden große Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Der Konflikt um die Inseln dauert seit Jahren an . Neben Japan und China erhebt auch Taiwan Anspruch auf das Territorium. Tokio beruft sich dabei auf das Jahr 1885, in dem Japan die Kontrolle der Inseln übernahm. Peking hält dagegen, die Inseln hätten bereits während der Ming-Dynastie (1368 bis 1644) zu China gehört und seien auf Landkarten und in einem Buch verzeichnet gewesen.