Mitt Romneys Rede auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner in Tampa ist ohne große Wirkung auf die US-Bürger geblieben. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup wollen fast ebenso viele Wähler Romney nun nicht mehr ihre Stimme geben, wie es Wähler gibt, die den Republikaner nun wählen wollen.

Auf die Frage, ob sie nach dem Parteitag der Republikaner nun eher für Romney stimmen würden, antworteten 40 Prozent mit Ja, 38 Prozent mit Nein. Das ist nach Angaben von Gallup der schlechteste Wert, der seit 1996 gemessen wurde.

Wenig überraschend ist, dass die Anhänger der Republikaner mit großer Mehrheit mit Ja antworteten, während Demokraten überwiegend mit Nein antworteten. Beide Gruppen haben ihre Wahlentscheidung bereits getroffen. Entscheidend ist vielmehr das Votum der noch unentschlossenen Wähler: 36 Prozent von ihnen gaben an, nach dem Parteitag eher für Romney stimmen zu wollen, 33 Prozent eher nicht mehr. Für 30 Prozent hat sich in ihrem Wahlverhalten nichts verändert oder sie haben noch keine Entscheidung getroffen.

Gravierend schlechte Umfragewerte erhielt Romney für die Rede selbst. Nur 38 Prozent bezeichneten seine Ansprache als hervorragend oder gut, 16 Prozent als schwach oder schrecklich. Gallup zufolge wurde sei Beginn der Erhebung 1996 noch nie ein so schlechter Wert für die Reden der Präsidentschaftsherausforderer gemessen.

Zum Vergleich: Barack Obamas Ansprache 2008 bezeichneten 58 Prozent als hervorragend oder gut, bei seinem Konkurrenten John McCain waren es 47 Prozent. Den bislang schlechtesten Wert hatte der Republikaner Bob Dole 1996 mit 42 Prozent.