Die Europäische Union hat mit weiteren Sanktionen auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas reagiert. "Das ist die Antwort auf ein Nuklearprogramm, das eine Gefährdung nicht nur der Region bedeutet, sondern der Sicherheitsarchitektur weltweit", sagte Außenminister Guido Westerwelle ( FDP ) auf einem Treffen der EU-Außenminister.

" Nordkorea verstößt mit den Raketen- und Atomtests gegen internationales Recht, gegen das Völkerrecht", sagte Westerwelle. Es sei daher "im Interesse des Friedens, der nuklearen Nichtverbreitung und natürlich auch der Stabilität in der Region", die Sanktionen zu verschärfen.

Nordkorea hatte am vergangenen Dienstag einen unterirdischen Nuklearwaffentest unternommen. Da das Land die Verwendung einer kleineren und leichteren Atombombe, aber mit großer Sprengkraft vermeldet hatte, wuchsen Befürchtungen, Pjöngjang könne die Produktion von Sprengköpfen vorbereiten, die auf Raketen montiert werden können.

Sanktionen gegen den Finanzsektor

Die EU will Diplomaten zufolge als Reaktion auf den Test nun die Lieferung weiterer Güter verbieten, die für das Raketenprogramm des Landes genutzt werden können. Zudem sollen weitere Unternehmen und Personen mit Einreiseverboten und Vermögenssperren in der EU belegt werden, die mit Waffen oder solchen Gütern handeln, die als Waffen eingesetzt werden können. Außerdem plant die EU Sanktionen gegen den Finanzsektor des abgeschotteten Landes, dazu zählt ein Verbot des Kaufs nordkoreanischer Staatsanleihen.

"Ich bin überzeugt, dass man mit diesem Regime in Nordkorea sehr hart umgehen muss und die bestehenden Sanktionen verstärken", sagte der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn . Auch der österreichische Außenminister Michael Spindelegger sagte, der Test sei zu verurteilen . Das Verhalten Nordkoreas sei nicht zu akzeptieren.