Der neue chinesische Präsident Xi Jinping will die Beziehungen zu den USA ausbauen. Es gebe "enorme gemeinsame Interessen" beider Länder, sagte er nach einem Gespräch mit US-Finanzminister Jacob Lew. Es war sein erstes Treffen mit einem ausländischen Besucher seit seiner Ernennung zum Präsidenten.

"Ich messe den Beziehungen zu den USA große Bedeutung bei und bin bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten, um die kooperative Partnerschaft voranzubringen." Es gebe "natürlich auch Differenzen", sagte Xi. Beide Länder würden aber davon profitieren, wenn die Beziehung "auf strategische und langfristige Sicht" ausgebaut werde.

Der US-Finanzminister, der auch erst seit Februar im Amt ist, hob seinerseits die Bereitschaft der USA hervor, mit China zu kooperieren. Beide Länder hätten die Aufgabe, für "starkes, stabiles und nachhaltiges Wachstum in der Welt" zu sorgen. Die Regierung in Washington hoffe auf eine stärkere Öffnung des chinesischen Marktes, sagte Lew. Zu den Themen der Gespräche gehörten nach amerikanischen Angaben auch die chinesische Wechselkurspolitik, Handelsprobleme sowie wirtschaftliche Reformen in China.

Angespannte Beziehung zwischen China und USA

Die Beziehung zwischen China und den USA ist derzeit angespannt, weil Washington chinesischen Hackern Cyberangriffe gegen US-Unternehmen und -Institutionen vorwirft, die zum Teil mit staatlicher Unterstützung stattgefunden hätten.  

Der neue Regierungschef Li Keqiang wies die Klagen der USA als "grundlose Anschuldigungen" zurück. Hackerangriffe seien ein weltweites Problem und China selbst ein Opfer. China unterstütze solche Attacken nicht und lehne sie ab.