Im Irak sind bei mehreren Bombenanschlägen mehr als 50 Menschen getötet worden. Sprengsätze explodierten unter anderem in schiitischen Vierteln von Bagdad sowie in Provinzen südlich der Hauptstadt. Rettungskräfte sprachen von mindestens 160 Verletzten.

Die Anschläge ereigneten sich am zehnten Jahrestag der US-Invasion im Irak . Insgesamt soll es 20 Explosionen und mehrere Angriffe mit Feuerwaffen gegeben haben. Mehrere Autobomben explodierten offenbar in der Nähe eines beliebten Marktes in Bagdad. Zu den Anschlägen bekannte sich  bislang niemand.

Seit Jahresbeginn hat der irakische Ableger der Terrororganisation Al-Kaida zahlreiche Angriffe verübt. Zudem verschärft der Bürgerkrieg im Nachbarland   Syrien die Spannungen: Die überwiegend von Sunniten getragene Rebellion gegen Präsident Baschar al-Assad verschärft den Kampf der irakischen Glaubensbrüder gegen die schiitische Mehrheit des Landes.

 

Regionalwahlen verschoben

Die Regierung sagte wegen der schlechten Sicherheitslage die für April geplanten Wahlen in zwei Provinzen ab, berichtete das staatliche Fernsehen. Die Abstimmung werde um sechs Monate verschoben.

Die USA hatten am 19. März 2003 den Irak mit einer Reihe verbündeter Nationen angegriffen . Die Regierung von Präsident George W. Bush hatte den Krieg mit der Behauptung begründet, Iraks damaliger Diktator Saddam Hussein verfüge über Massenvernichtungswaffen. Dies stellte sich als falsch heraus. Einer kürzlich veröffentlichten Studie zufolge wurden in dem Krieg knapp 190.000 Menschen getötet.