In der malischen Stadt Timbuktu sind Kämpfe zwischen Soldaten und Islamisten ausgebrochen. Die Extremisten hätten einen Bombenanschlag genutzt, um in die Stadt einzudringen, teilte die malische Armee mit. An mehreren Stellen gab es in Timbuktu heftige Feuergefechte, berichteten Soldaten und Einwohner der Stadt. Die Kämpfe hätten sich auf eine Schule und ein Militärlager konzentriert.

Die malische Armee hat nach den Gefechten nach verschanzten Aufständischen in der Stadt gesucht. Dabei sind einem Offizier zufolge mindestens zwei Islamisten getötet und vier Soldaten verletzt worden.

Nach einem Militärputsch im März 2012 hatten die islamistischen und anderen Aufständischen große Teile des malischen Nordens unter ihre Kontrolle gebracht, darunter auch Timbuktu. Die französische Armee griff am 11. Januar in den Konflikt ein und drängte noch im gleichen Monat die Kämpfer gemeinsam mit afrikanischen Soldaten aus der Stadt. Inzwischen gelangten Kämpfer aber zurück in die Stadt. Sie seien "zu Fuß und auf Fahrrädern" gekommen, sagte ein Offizier. 

Zurzeit sind noch 4.000 französische Soldaten in der früheren Kolonie Mali stationiert. Die Zahl soll bis Ende des Jahres auf 1.000 sinken. Die Franzosen sollen von Soldaten aus Mali und anderen afrikanischer Staaten abgelöst werden. Im Juli sollen in Mali Parlament und Präsident neu gewählt werden.