Die USA wollen Israel , Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate Medienberichten zufolge gegen eine mögliche Bedrohung durch den Iran aufrüsten. US- Verteidigungsminister Chuck Hagel werde letzte Details der Verträge über den Verkauf von US-Rüstungsmaterial im Wert von rund 10 Milliarden Dollar (etwa 7,7 Milliarden Euro) bei einer Reise in die drei Länder klären, berichtete die New York Times . Hagels Reise beginne am Sonntag.

Bei dem Waffengeschäft geht es dem Bericht zufolge um die Lieferung von Raketen, Kampfflugzeugen und gepanzerten Fahrzeugen. Hagels Besuch werde geheime Verhandlungen über den Zeitraum eines Jahres abschließen, so die New York Times . Wegen der sehr spezifischen Interessen der jeweiligen Länder seien es äußerst komplizierte Verhandlungen gewesen.

Die US-Regierung habe sicherstellen wollen, dass Israel weiterhin die stärksten Streitkräfte habe und zugleich die wichtigsten arabischen Partnerländer gestärkt würden.

Raketen für Israel, Flugzeuge für die Emirate

Dem Zeitungsbericht zufolge bekommt Israel Raketensysteme geliefert, die feindliche Flugabwehr-Radaranlagen ausschalten könnten. Zudem bekomme das Land als erste ausländische Nation Truppentransportflugzeuge V-22 Osprey geliefert. Diese können durch ihre verstellbaren Propeller wie ein Hubschrauber auf der Stelle starten und landen, erreichen aber die Geschwindigkeit und Reichweite von Flugzeugen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate kaufen demnach 25 Kampfflugzeuge vom Typ F-16 im Wert von rund fünf Milliarden Dollar, die mit Präzisionsraketen zur Zerstörung von Zielen am Boden ausgestattet seien. Saudi-Arabien erhalte ebenfalls ein Paket solcher Raketen, mit denen unter anderem die F-15-Kampfflugzeuge ausgestattet werden könnten, die das Land 2010 für fast 30 Milliarden Dollar gekauft hatte.

Wappnen für Syrien

Neben Iran haben die USA auch wegen Syrien ihr Engagement im Nahen Osten verstärkt. Verteidigungsminister Chuck Hagel hatte am gestrigen Donnerstag angekündigt, dass ein Planungsstab des Heeres-Hauptquartiers nach Jordanien entsandt werde. Das neue Team sei in der Lage, Kampfeinsätze zu leiten, hieß es.

Hagel zeigte sich vor dem Senat zurückhaltend, was eine Intervention der USA in den seit mehr als zwei Jahren anhaltenden Bürgerkrieg angeht. Man müsse sich seiner Sache "verdammt sicher sein", sagte er. "Wenn man einmal reingegangen ist, kann man es nicht abwickeln. Man kann nicht einfach sagen: 'Nun, das läuft nicht so gut wie ich gedacht hätte, deswegen gehen wir wieder.'"