Die Zahl der Opfer im syrischen Bürgerkrieg hat nach Angaben von Aktivisten die Schwelle von 100.000 überschritten. Seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011 seien 100.191 Menschen getötet worden, darunter 36.661 Zivilisten, 18.072 Rebellen, 25.407 Soldaten und 17.311 regierungstreue Milizionäre, sagte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Unter den zivilen Opfern sind den Angaben zufolge 3.300 Frauen und 5.144 Kinder. Unter den getöteten Rebellen seien 13.539 Zivilisten, die zu den Waffen gegriffen haben, sowie 2.518 ausländische Kämpfer und 2.015 Deserteure. Das Schicksal von mehr als 10.000 Gefangenen der Regierung sowie von mehreren Hundert Soldaten in der Hand der Rebellen sei ungeklärt.

Gestern endeten Gespräche zwischen Russland und den USA über eine Syrien-Friedenskonferenz ohne Ergebnis. Die Vertreter beider Staaten erzielten keine Einigung über Termin und Teilnehmer. Es wird damit gerechnet, dass die Konferenz frühestens im August oder September abgehalten werden kann.

In der kommenden Woche wollen US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow darüber beraten, wie Russland und die USA im Syrien-Konflikt weiter vorgehen.

Die Proteste gegen die Herrschaft von Assad haben sich seit ihrem Beginn vor mehr als zwei Jahren zu einem Bürgerkrieg entwickelt. Inzwischen kämpft die Hisbollah-Miliz offen an der Seite Assads. Die mehrheitlich sunnitischen Rebellen werden unter anderem von Katar und Saudi-Arabien finanziell und militärisch unterstützt.