Bei den Präsidentenwahlen in Mali ist der frühere malische Regierungschef Ibrahim Boubacar Keïta als Sieger aus der ersten Runde hervorgegangen. Exfinanzminister Soumaila Cissé kam auf Platz zwei, teilte die Wahlkommission am Freitag in Bamako mit. Die beiden treten nun bei einer Stichwahl am 11. August gegeneinander an.

Etwa sieben Millionen Malier waren fast eineinhalb Jahre nach dem Putsch und dem anschließenden Bürgerkrieg im Land aufgerufen, über einen neuen Präsidenten abzustimmen. Der Übergangspräsident Dioncounda Traoré hatte nicht kandidiert. Aus Angst vor Anschlägen durch islamistische Gruppen hatten Tausende Soldaten der UN-Truppe Afisma und französische Streitkräfte den Ablauf der Wahl abgesichert.