Die USA haben die meisten ihrer Diplomaten aus dem Konsulat im pakistanischen Lahore in Sicherheit gebracht. Das US-Außenministerium begründete das Vorgehen mit konkreten Drohungen gegen die Einrichtung. In Lahore sei nur noch eine Notbesetzung geblieben, hieß es. Die Mitarbeiter seien jetzt in Islamabad, berichtete CNN.

Das Außenministerium warnte US-Bürger vor nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Pakistan. Mehrere ausländische und einheimische Terrorgruppen gefährdeten US-Bürger in ganz Pakistan. Amerikaner sollten alle Protestkundgebungen und große Menschenansammlungen meiden, hieß es in der Mitteilung.

Die USA hatten vergangene Woche vor Anschlägen auf westliche Einrichtungen gewarnt, doch lag dabei der Fokus bisher auf dem arabischen Raum. Fast zwei Dutzend Botschaften und Konsulate im Nahen Osten und Nordafrika wurden geschlossen und eine weltweite Reisewarnung an US-Bürger ausgegeben. Auch mehrere andere westliche Länder schlossen ihre Botschaften im Jemen, darunter Deutschland und Frankreich.

In Pakistan gibt es häufig Terroranschläge gegen Zivilisten, Regierungseinrichtungen und ausländische Ziele. Die meisten der Führer des Terrornetzwerkes Al-Kaida sollen in Pakistan sein. Dort wurde auch Al-Kaida-Chef Osama bin Laden aufgespürt und von einem US-Spezialkommando getötet.

CNN berichtete, die Terrorwarnung sei bei der Provinzregierung eingegangen. Sie habe Geheimdienstberichte über mögliche Bedrohungen zu den Festtagen nach Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan erhalten.