Der republikanische US-Senator John McCain setzt sich dafür ein, dass sich die USA mit einem Militäreinsatz in Syrien eindeutig auf die Seite der Rebellen stellen. Der Militärangriff solle zu einer Wende im Krieg zwischen dem Regime von Präsident Baschar al-Assad und den Rebellentruppen führen, sagte McCain dem Sender Fox News. Wenn er richtig ausgeführt werde, könne ein Militäreinsatz "einen Effekt auf den möglichen Sturz einer Person haben, die mit der Nutzung von Massenvernichtungswaffen jetzt klar ein Kriegsverbrecher ist".

Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat, der Barack Obama 2008 unterlegen war, sagte, um Assad in Bedrängnis zu bringen, müsse die Luftwaffe des Regimes angegriffen werden. Zudem sprach er sich für Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen aus.

McCain widersprach zudem dem Eindruck, dass es sich bei den Rebellen vor allem um Extremisten handele. Es seien Freiheitskämpfer, das wisse er. "Ich habe sie in Syrien getroffen, und kann jedem, der behauptet, Extremisten hätten sie unterwandert, sagen, dass sie es nicht sind", sagte der Republikaner.

Wann und wie die USA in Syrien eingreifen, ist bislang noch offen. US-Regierungssprecher Jay Carney hatte am Dienstagabend gesagt, eine Entscheidung über einen Militärschlag sei noch nicht gefallen. Aber es müsse eine Antwort auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz geben. Präsident Obama habe aber noch nicht entschieden, wie diese ausfallen solle. Der Washington Post zufolge könnten Geheimdiensterkenntnisse dazu am Donnerstag veröffentlicht werden.

Carney sagte, dass Präsident Obama den Einsatz von Bodentruppen ablehne, sonst aber alle Optionen – auch nicht militärische – weiter in Betracht gezogen würden. Ein möglicher Militärschlag ziele nicht darauf ab, einen Regimewechsel in Syrien herbeizuführen. "Die Lösung dieses Konfliktes muss durch politische Verhandlungen und Ergebnisse erfolgen", sagte Carney.