Das Verfassungsgericht in Simbabwe hat die Wahl von Robert Mugabe zum Präsidenten des Landes für rechtmäßig erklärt. Damit ist der Weg für eine weitere fünfjährige Amtszeit des Langzeitmachthabers endgültig geebnet.

"Die Wahlen sind gemäß der Gesetze von Simbabwe verlaufen. Sie waren frei, fair und glaubhaft", sagte Richter Godfrey Chidyausiku in der Hauptstadt Harare. "Robert Gabriel Mugabe wird hiermit zum Wahlsieger erklärt."

Der 89-Jährige soll am Donnerstag vereidigt werden. Offiziellen Angaben zufolge hat er die Abstimmung mit 61 Prozent der Stimmen gewonnen. Der autoritär regierende Staatschef führt das südostafrikanische Land bereits seit 33 Jahren.

Viele Zweifel an der Wahl

Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, der ebenfalls zur Wahl angetreten war, hatte Mugabe Betrug vorgeworfen. Bürgerrechtsorganisationen bemängelten bereits vor der Abstimmung, dass bis zu eine Million Bürger nicht auf den Wählerlisten stünden.  

Auch die USA, Deutschland und die Vereinten Nationen hatten Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl geäußert. Südafrika und andere afrikanische Staaten erkannten den Sieg Mugabes aber an.