Der ehemalige Präsident von Liberia, Charles Taylor, ist auch im Berufungsverfahren zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Sondertribunal zu Sierra Leone bestätigte in Leidschendam bei Den Haag damit das Urteil der ersten Instanz von 2012.

Der 65-Jährige war im Mai vergangenen Jahres in erster Instanz wegen Kriegsverbrechen zu 50 Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es damals als erwiesen an, dass Taylor die Rebellen in Sierra Leone bewaffnet hatte und seine Truppen an deren Seite kämpfen ließ. Dafür wurde er mit sogenannten Blutdiamanten bezahlt, die unter unmenschlichsten Bedingungen geschürft wurden.

Während des Bürgerkriegs in Sierra Leone starben 120.000 Menschen. Gegen das Urteil hatten sowohl Verteidigung als auch Anklage Berufung eingelegt.