Syriens wichtigste Oppositionsgruppe Nationale Koalition ist grundsätzlich bereit, an einer Friedenskonferenz in Genf teilzunehmen. Ziel aller Beteiligten müsse die Errichtung einer Übergangsregierung mit vollen Befugnissen sein, hieß es in einem Brief des Chefs der Oppositionskoalition, Ahmed al-Dscharba.

Damit signalisiert das Oppositionsbündnis erstmals seine Teilnahmebereitschaft an der von Russland und den USA geplanten Konferenz. Eine Sprecherin der Nationalen Koalition betonte, alle bisher genannten Bedingungen für Verhandlungen gälten auch weiterhin: Das Ende der Herrschaft von Präsident Baschar al-Assad und der militärischen Operationen der Regierung. Assad dürfe keine Rolle in einer Übergangsregierung spielen.

Assad selbst hat jedoch keine Bereitschaft erkennen lassen, Machtbefugnisse abzugeben. Dscharba forderte vom UN-Sicherheitsrat, Assad mit einem Militärschlag zu drohen, falls dieser sich nicht an den amerikanisch-russischen Vorschlag zur Vernichtung der Chemiewaffen halte.

Der Rat in New York müsse zudem, alle "notwendigen Maßnahmen" ergreifen, um eine Feuerpause durchzusetzen und die Freilassung Tausender friedfertiger Oppositioneller durchzusetzen, sagte Dscharba.

Insbesondere nach dem Einsatz von Chemiewaffen bei Damaskus im August, hatte sich die Opposition zurückhaltend in den Gesprächen über eine Friedenskonferenz gezeigt. Bei dem Giftgasangriff sind Hunderte Menschen getötet worden.