Im Hintergrund läuft Entspannungsmusik, Keith Alexander antwortet mehr als eine halbe Stunde lang in einem abgedunkelten Raum auf gefällige Fragen, die lediglich als Text eingeblendet werden. Der Chef des Geheimdienstes NSA hat mit einem PR-Video auf die Enthüllungen über Spähaktionen der US-Spione reagiert. Das US-Verteidigungsministerium stellte das Video auf YouTube.

Alexanders Credo: Die Geheimdienste wollen nur das Beste für die USA und ihre Verbündeten. Prism etwa werde benötigt, um "unser Land vor Terroristen zu schützen". "Yes Sir, it does make sense", ist die Antwort des  unbekannten Interviewers. Es sei falsch, immer nur von Spionage-Programmen zu reden, sagt Alexander weiter. Diese seien dazu da, Terroristen ausfindig zu machen. Falls jemand eine bessere Idee habe, das zu tun, möge er sich melden.  

Die in Alexanders Augen notwendige Überwachung vergleicht er mit einem Kind, das nicht baden wolle. "Warum muss ich ein Bad nehmen, es gibt doch eine bessere Methode?", frage sich ein Kind. Ein Erwachsener hingegen wüsste, dass es keinen besseren Weg gebe. So sei es auch mit den Spionage-Programmen.

Medien-Enthüllungen müssten gestoppt werden

Schuldig machten sich in seinen Augen vor allem Medien, die über die Spähprogramme berichten, oder mit seinen Worten: sie "verkaufen". "Wir müssen einen Weg finden, das zu stoppen." Das sei die Aufgabe von Gerichten und Politikern. Zu Erlauben, dass die Enthüllungen weitergehen, sei falsch, mahnt er.


Immer wieder erinnert Alexander an den 11. September, dass daraus Lehren gezogen werden müssten und die Geheimdienste das getan hätten, indem sie Überwachungsprogramme entwickelten. Die NSA gewährleiste mit ihrer guten Arbeit, dass US-Soldaten aus dem Irak und Afghanistan gesund zurückkehren können, lobte er.

Alexander leitet die NSA seit acht Jahren und damit länger als alle seine Vorgänger. Er hat für Anfang kommenden Jahres seinen Rückzug angekündigt.