Es sind Waffen der Kategorie drei, die als erste drankommen: Die nach Syrien entsendeten Chemiewaffeninspektoren der Internationalen Chemiewaffenorganisation haben, wie mit der Regimeführung in Damaskus vereinbart, erste Waffensysteme zerstört. Die Waffen der Kategorie drei sind selbst keine Chemiewaffen, sondern können solche Kampfstoffe transportieren. Die Waffen der Kategorie eins und zwei sind später an der Reihe.

Wie Ahmet Üzümcü, Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen, sagte, soll ein zweites Team von Inspektoren die bereits entsendeten Experten unterstützen. Die Kontrolleure wollen ihren Einsatz auf mindestens 20 Orte ausweiten.  

Damit sie unter sicheren Bedingungen arbeiten können, sollen die Kämpfe zwischen den Aufständischen und Regimetruppen vorübergehend ruhen. In absehbarer Zeit seien zeitlich begrenzte Feuerpausen erforderlich, sagte Üzümcü. Der Generaldirektor äußerte sich über den bisherigen Fortgang des Einsatzes und den Kooperationswillen der Behörden in dem Land zufrieden. 

Dennoch wird im Bürgerkrieg unvermindert gekämpft. Nach Angaben von Oppositionellen starteten Regimetruppen eine Offensive im Süden von Damaskus. Zahlreiche Menschen sollen bei den Kämpfen getötet worden sein.

Anlass der Chemiewaffenvernichtung sind Einsätze chemischer Kampfstoffe am 21. August in der Nähe von Damaskus. Damals kamen etwa 1.400 Menschen ums Leben. Rebellen und Regime beschuldigten sich seither gegenseitig. Nach der Drohung der USA mit einem militärischen Vergeltungsschlag, sagte die Führung in Damaskus zu, ihre etwa 1.000 Tonnen Chemiewaffen vernichten zu lassen

Insgesamt starben seit Ausbruch des Bürgerkrieges vor zwei Jahren etwa 100.000 Menschen, Millionen sind auf der Flucht.