Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos hat die Lage der medizinischen Infrastruktur in Syrien beklagt. Täglich würden medizinische Einrichtungen vorsätzlich zerstört, sagte Amos vor dem UN-Sicherheitsrat. Mindestens 60 Prozent aller syrischen Krankenhäuser seien inzwischen nicht mehr nutzbar.   

Außerdem seien 90 Prozent der Krankenwagen, 38 Prozent der Gesundheitszentren und 70 Prozent der Arzneimittel-Fabriken zerstört, sagte Amos. "Worte, auch wenn sie zu schocken vermögen, können nicht wirklich ein Bild des düsteren und grauenhaften Alltags derzeit in Syrien zeichnen."

Der Bürgerkrieg in Syrien dauert bereits seit mehr als zweieinhalb Jahren. Seitdem sei es der UN nicht gelungen, mehr Fortschritte zu machen, sagte Amos. Selbst für die Finanzierung der humanitären Hilfe für das Land fehle noch immer etwa die Hälfte des benötigten Geldes. 

Mehrere Millionen Syrer sind auf der Flucht. Zwei Millionen Menschen sind inzwischen ins Ausland geflohen. UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, nannte die Lage in Syrien "eine beschämende humanitäre Katastrophe mit Leid und Vertreibung in einem in der jüngeren Geschichte beispiellosen Ausmaß."

Syriens Diktator Baschar al-Assad denkt nicht ans Aufhören. Erst kürzlich kündigte er an, sich für eine weitere Amtszeit wählen zu lassen.