Alan Rusbridger, der Chefredakteur des britischen Guardian, muss wegen der Veröffentlichung von Dokumenten des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden vor dem Parlament aussagen. Die Zeitung bestätigte, dass Rusbridger kommenden Monat vor dem Innenausschuss erwartet wird.

Zwei konservative Abgeordnete hatten Rusbridger zuvor aufgefordert, eine Erklärung darüber abzugeben, ob er bei der Veröffentlichung der Snowden-Dokumente die Sicherheitswarnungen der Regierung bedacht habe. Rusbridger solle das vernichtende Urteil der britischen Geheimdienstchefs zu den Veröffentlichungen des Guardians zur Kenntnis nehmen, sagten die Abgeordneten Julian Smith und Stephen Phillips.

Die Chefs von MI6, MI5 und GCHQ kritisierten am Donnerstag im Parlament die Enthüllungen Snowdens. Al-Kaida und andere Terror-Organisationen würden von den geheimen Informationen profitieren, die Snowden in den vergangenen Monaten über verschiedene Medien an die Öffentlichkeit gebracht habe, sagten sie. "Es ist offensichtlich, dass sich unsere Gegner vor lauter Freude die Hände reiben", sagte der Leiter des Auslandsdienstes MI6, John Sawers.