Ein russisches Gericht hat eine der insgesamt 28 inhaftierten Greenpeace-Aktivisten und einen Fotoreporter gegen Kaution freigelassen. Denis Sinjakow musste am Montag in St. Petersburg zwei Millionen Rubel (etwa 46.000 Euro) hinterlegen, um auf freien Fuß zu kommen. Das teilte Greenpeace auf Twitter mit. 

Wenige Stunden zuvor hatte das Gericht auch eine russische Ärztin auf Kaution freigelassen. Auch sie musste eine Kaution von zwei Millionen Rubel zahlen. Jekaterina Saspa war auf dem Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise gemeinsam mit anderen Aktivisten im September von der russischen Küstenwache aufgebracht worden, nachdem sie versucht hatten, eine Bohrplattform zu entern. Saspa arbeitete als Ärztin auf dem Eisbrecher. 

Das Urteil wurde von einem Gericht in Sankt Petersburg gefällt. Zuvor hatte ein anderes Gericht der Stadt verfügt, die Untersuchungshaft für einen australischen Aktivisten um drei Monate zu verlängern. Drei weitere Fälle der inhaftierten Aktivisten sollen heute geprüft werden, weitere 28 davon im Laufe der Woche.

Den Aktivisten, darunter 28 Aktivisten und zwei Journalisten aus 18 Ländern drohen Haftstrafen von bis zu 15 Jahren. Ihnen wird der Prozess wegen Rowdytums und Piraterie der Prozess gemacht. 

Mit ihrer Aktion hatten die Greenpeace-Aktivisten gegen Ölbohrungen in der Arktis protestieren wollen. Die Freilassung der beiden gilt als Teilerfolg der Umweltschützer nach viel internationaler Kritik an Russland.