Nach mehrfachen Verzögerungen soll die internationale Syrien-Friedenskonferenz nun am 22. Januar in Genf stattfinden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gab den Termin am Montag bekannt und sprach von einer "Mission der Hoffnung". Gesandte der syrischen Regierung sollen bei dem Treffen erstmals seit Beginn des Bürgerkriegs direkt mit Oppositionsvertretern verhandeln.

Ursprünglich hätten die Verhandlungen noch in diesem Jahr stattfinden sollen, doch es gab Streit darüber, wer an der Konferenz teilnehmen soll. Offen war auch die Frage, ob Länder wie der Iran – ein enger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad – einbezogen werden sollen. Die USA hatten sich bisher gegen eine Teilnahme des Irans gestellt.

Ziel der Friedenskonferenz ist eine politische Lösung für den syrischen Bürgerkrieg. Dort wurden seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Assad im März 2011 mehr als 120.000 Menschen getötet.

Die Entscheidung über den Termin fiel ebenfalls in Genf: Nachdem hier am Wochenende eine vorläufige Lösung im Atomstreit mit dem Iran erzielt wurde, traf der Syrien-Sondergesandte der UN und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, am Montag mit Gesandten der USA und Russlands zusammen. Für Moskau nahmen die stellvertretenden Außenminister Michail Bogdanow und Gennadi Gatilow an den Gesprächen teil, die USA wurden von der Staatssekretärin im Außenministerium, Wendy Sherman, vertreten.

Unklar ist noch, ob die syrischen Rebellen Vorbedingungen für die Konferenz stellen. Bisher wollten sie nur teilnehmen, wenn klar sei, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad nicht an einer künftigen Übergangsregierung beteiligt wird.