Ein Selbstmordattentäter hat sich in Kabul in einem Auto in die Luft gesprengt. Das teilte die von der Nato geführte Schutztruppe Isaf mit. Dabei wurden neben dem Angreifer drei Soldaten der Isaf getötet. Laut afghanischer Polizei wurden auch sechs Zivilisten verletzt.

Die Schutztruppe machte wie üblich keine Angaben zur Nationalität der Opfer. Der Sprecher der Kabuler Polizei, Haschmat Staniksai, sagte, der Angriff habe einem Isaf-Konvoi im Osten der Stadt gegolten.

Der Selbstmordattentäter hatte den Konvoi etwa einen Kilometer entfernt von der Nato-Basis Camp Phoenix angegriffen. Ein Sprecher der Taliban, Sabihullah Mudschahid, sagte, die Aufständischen seien verantwortlich für den Anschlag.

In Kabul ist nur noch ein kleines Kontingent der Bundeswehr stationiert. Vor zwei Wochen war sie dort allerdings Ziel eines Selbstmordanschlags, bei dem zwei Soldaten leicht verletzt wurden. Die Mehrheit der deutschen Soldaten ist in Nordafghanistan eingesetzt.

Die Isaf-Kampftruppen – darunter auch Einheiten der Bundeswehr – sollen im Laufe des nächsten Jahres komplett abziehen. Die Sicherheitslage im Land ist jedoch weiter instabil. Afghanische Kräfte sollen die Sicherheit im Land inzwischen selbst garantieren.