Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will keine Kosten scheuen, um den Schutz der Soldaten im Einsatz sicherzustellen. "Das wichtigste ist der Mensch und nicht die Frage der Materialkosten", sagte die CDU-Politikerin bei ihrem Truppenbesuch im nordafghanischen Masar-i-Scharif. "Das Material muss so gut sein, dass der Mensch, die Menschen, die hier arbeiten, auch geschützt sind."

Die Ausrüstung der Soldaten war in den vergangenen Jahren immer wieder unter anderem vom Wehrbeauftragten des Bundestags kritisiert worden. Die deutschen Streitkräfte bräuchten "effektive Ausrüstungssysteme und kostengünstige", sagte von der Leyen.

Der Schutz der eigenen Soldaten spielt unter anderem in der kontroversen Debatte um die Anschaffung von Kampfdrohnen eine gewichtige Rolle. Die Sicherheit der Soldaten wird von den Drohnen-Befürwortern, zu denen von der Leyens Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) zählt, als Hauptargument angeführt.

Wie geht es 2015 weiter?

Von der Leyen war am Sonntag zu ihrem zweitägigen Antrittsbesuch im Camp Marmal eingetroffen. Die 55-Jährige ist seit Dienstag im Amt und die erste Frau an der Spitze des Bundesverteidigungsministeriums. In Afghanistan sind derzeit noch etwa 3.000 Bundeswehrsoldaten stationiert.

Der Kampfeinsatz der internationalen Isaf-Truppe soll Ende 2014 enden. Auch danach sollen aber ausländische Soldaten in dem Land bleiben, um etwa afghanische Sicherheitskräfte auszubilden. Auch Deutschland will sich an weiteren Missionen beteiligen, Einzelheiten sind aber noch unklar.