Bei einer Attacke auf ein Polizeirevier in der westchinesischen Unruheprovinz Xinjiang sind laut Behördenangaben acht Angreifer getötet worden. Ein weiterer Täter sei festgenommen worden, meldete die Provinzregierung auf ihrer Internetseite. 

Die Männer waren den Angaben zufolge mit Messern und Sprengsätzen bewaffnet, als sie das Gebäude im Bezirk Shache angriffen. Über Opfer unter den Sicherheitskräften machten die Behörden keine Angaben. Der Vorfall werde untersucht.

In Xinjiang kommt es seit Jahrzehnten immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den rund neun Millionen muslimischen Uiguren, die sich von der Zentralregierung unterdrückt und von zuziehenden Han-Chinesen an den Rand gedrängt fühlen.

Bei einem Polizeieinsatz nahe der Stadt Kashgar waren vor zwei Wochen 16 Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Beamte. Laut Behördenangaben wurden die Sicherheitskräfte damals ebenfalls von einer bewaffneten Gruppe attackiert. Der in München ansässige Weltkongress der Uiguren verurteilte die Polizeiaktion hingegen als "Massaker".

Peking macht die Uiguren immer wieder für "Terrorangriffe" mit zahlreichen Toten verantwortlich, so auch Ende Oktober, als auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking ein Auto in eine Menschengruppe gerast war. Die Wageninsassen – nach Polizeiangaben drei Uiguren – sowie zwei Touristen wurden dabei getötet.