Trotz starker Konjunktur ist das deutsche Staatsdefizit in den ersten drei Quartalen 2013 gestiegen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben zusammen 28,7 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Das Defizit fiel damit um 5,1 Milliarden Euro größer aus als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. Grund dafür ist der Fehlbetrag der Sozialversicherung.

Der Wegfall der Praxisgebühr für die gesetzliche Krankenversicherung, höhere Renten sowie geringere Zuschüsse des Bundes für den Gesundheitsfonds und die Bundesagentur für Arbeit verursachen den Angaben nach einen Fehlbetrag von vier Milliarden Euro.

Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Überschuss von 5,9 Milliarden Euro gegeben. Lediglich die Pflegeversicherung machte diesmal Plus, während sowohl die gesetzliche Krankenversicherung als auch die Rentenversicherung und die Bundesagentur für Arbeit in dem Neunmonatszeitraum Verlust meldeten.

Der Fehlbetrag des Bundes schrumpfte dagegen um gut eine Milliarde auf 23,2 Milliarden Euro. Die Länder wiesen einen ausgeglichenen Haushalt auf, nachdem es ein Jahr zuvor noch ein Defizit von 3,8 Milliarden Euro gegeben hatte. Das Defizit der Kommunen verharrte bei 1,4 Milliarden Euro.