Der Chef des russischen Nationalen Sicherheitsrats zweifelt an dem Termin für die geplante Friedenskonferenz zu Syrien. Das Treffen soll in Genf am 22. Januar stattfinden und helfen, einen Weg aus dem Bürgerkrieg zu finden. Er glaube nicht, dass die Konferenz wie vorgesehen am 22. Januar stattfinden werde, sagte Nikolai Patruschew der Rossijskaja Gaseta. Dafür seien die Fortschritte bei den Vorbereitungen zu gering.

Vieles hänge vom Willen der USA und einer Reihe anderer Staaten ab, die Opposition zu einer Teilnahme zu bewegen, erläuterte Patruschew.

Die syrische Opposition hatte am Dienstag mit einem Boykott der Konferenz gedroht, sollte die Armee die seit Mitte Dezember anhaltenden Luftangriffe auf Aleppo nicht einstellen. Ein weiterer Streitpunkt ist die Teilnahme des Iran an der Friedenskonferenz. Die USA lehnen ab, dass der Iran teilnimmt – einer der wichtigsten Verbündete des syrischen Regimes von Präsident Baschar al-Assad.  

Während der drei Jahre des Bürgerkrieges in Syrien starben bisher mehr als 126.000 Menschen. In dem Krieg waren auch chemische Waffen zum Einsatz gekommen – nach Darstellung der USA durch Truppen des Regimes. Im Sommer hatte Präsident Assad eingewilligt, die geächteten Waffen vernichten zu lassen.

Unabhängig davon toben die Kämpfe um die von oppositionellen Kämpfern gehaltenen Regionen und Orte. Eine Stadt nahe Damaskus einigte sich auf eine Waffenruhe mit der syrischen Armee, um an dringend benötigte Nahrungsmittel zu kommen. Wie Aktivisten schilderten, müssen die Bewohner von Moadamije zudem schwere Waffen abgeben. Lediglich registrierte Bürger dürfen in der westlich von Damaskus gelegenen Stadt bleiben. Kontrollposten der Regimes hatten die Stadt seit Monaten blockiert.