Uganda weitet seine Gesetzgebung gegen Homosexualität aus. Das Parlament hat einen erstmals vor drei Jahren eingebrachten Entwurf verabschiedet, der lebenslange Haft als Höchststrafe für mehrfachen gleichgeschlechtlichen Sex vorsieht. Präsident Yoweri Museveni muss das Gesetz noch unterzeichnen.

Der ursprüngliche Entwurf von 2010 forderte noch die Todesstrafe für Homosexuelle. Dieser Passus wurde aus der aktuellen Fassung gestrichen. Lebenslange Haft steht indes auch auf gleichgeschlechtlichen Sex mit Minderjährigen und HIV-Infizierten.

Der evangelikale Abgeordnete David Bahati, der das Gesetz entworfen hat, bezeichnete die Abstimmung als ein "Votum gegen den Teufel". "Dies ist ein Sieg für Uganda und unsere gottesfürchtige Nation."

Bahati sagte, eine strengere Regelung sei notwendig geworden, weil Homosexuelle aus westlichen Staaten drohten, ugandische Familien zu zerstören, indem sie Kinder für ihren Lebensstil "rekrutierten". Homosexualität ist in Uganda seit der Kolonialzeit verboten.

International löste das Gesetzesvorhaben Kritik aus. US-Präsident Barack Obama hatte die Pläne als "abscheulich" und "extrem" bezeichnet. Auch in Uganda stößt die Regelung auf Protest.