Im Kampf gegen Al-Kaida hat der Iran der irakischen Regierung Hilfe angeboten. Falls der Irak anfragen sollte, werde man militärische Ausrüstung und Berater anbieten, zitierten iranische Medien am Montag den iranischen Stabschef Mohammad Hedschasi: "Der Irak ist unser Freund." Hedschasi schloss allerdings aus, Truppen in den Irak zu schicken. Iran ist ein Verbündeter der schiitisch geführten Regierung in Bagdad.

Irakische Truppen hatten letzte Woche versucht, Kämpfer des Al-Kaida-Ablegers Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) aus zwei wichtigen Städten in der Provinz Anbar westlich von Bagdad zu vertreiben. Die Kämpfer kontrollieren das Zentrum der Stadt Falludscha und Teile von Ramadi. Bei den Auseinandersetzungen wurden 22 Soldaten und zwölf Zivilisten getötet. Die Zahl der getöteten Al-Kaida-Kämpfer ist unbekannt.

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat die Einwohner und Volksstämme in Falludscha aufgerufen, die Al-Kaida-Kämpfer aus der Stadt zu vertreiben. Er drängte die irakischen Truppen, die Wohnbezirke der Stadt bei einem Angriff nicht ins Visier zu nehmen. 

Einwohner Falludschas fliehen

Allerdings machte Al-Maliki nicht deutlich, wie die Einwohner vorgehen sollen. Auch wurde nicht klar, ob ein Militäreinsatz unmittelbar bevorsteht, um die Stadt zurückzuerobern. Derzeit fliehen viele Familien aus Falludscha, weil sie einen großen Kampf befürchten.

Am Wochenende hatte Al-Maliki die Vertreibung der Al-Kaida-Kämpfer aus der gesamten Provinz angekündigt. Das Militär schätzt, dass die Kämpfer binnen "zwei bis drei Tagen" aus den von ihnen eingenommenen Städten vertrieben werden können. 

Die USA sagten dem Irak Unterstützung zu – allerdings keine US-Soldaten. Außenminister John Kerry sagte, die ISIS-Terroristen seien "die gefährlichsten Akteure in dieser Region". Ihre Barbarei gegen die Zivilisten könne jeder sehen.