Das Bundesverfassungsgericht hat die Dreiprozenthürde für die Wahl des Europaparlaments für unzulässig erklärt. Das wird den Ausgang der Europawahl im Mai beeinflussen, weil künftig auch Parteien wie die Freien Wähler, die NPD oder die Tierschutzpartei eine reale Chance haben, Abgeordnete zu stellen.   

Von den in Deutschland angetretenen Parteien waren bisher sechs im Europaparlament vertreten: CDU, SPD, Grüne, CSU, FDP und Linkspartei. Hätte es zur Europawahl 2009 keine Dreiprozenthürde gegeben, wären dort 13 Parteien eingezogen. Das zeigt eine Infografik, die ZEIT ONLINE in Kooperation mit dem Statistikportal Statista veröffentlicht. 

Neben den großen Parteien hätten auch die Freien Wähler zwei Abgeordnete gestellt. Für Republikaner, Tierschutzpartei und die Partei Familie wären jeweils ein Vertreter im Parlament möglich gewesen, ebenso für die die Piraten, die Partei Rentner und die Ökologisch-demokratische Partei (ödp).    

CDU, SPD und Grüne hätten dafür je zwei Mandate eingebüßt, die FDP und die CDU je eines. Insgesamt stellen deutsche Parteien 99 der Mandatsträger im Europaparlament