Ein Treffen von getrennten Familien aus Süd- und Nordkorea soll wie geplant Ende Februar stattfinden. Darauf einigten sich die Delegationen aus Seoul und Pjöngjang bei ihren Gesprächen, teilte der Leiter der südkoreanischen Delegation, Kim Kyou Hyun, mit. Bei einer ersten Gesprächsrunde im Grenzort Panmunjeom am vergangenen Mittwoch, die ohne Ergebnisse zu Ende gegangen war, war der Termin zunächst nicht bestätigt worden.

Auch hätten sich beide Seiten darauf geeinigt, gegenseitige Verleumdungen einzustellen, um das Vertrauen zu fördern, hieß es auf südkoreanischer Seite.

Das Treffen für Familien, die seit dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 getrennt sind, soll vom 20. bis 25. Februar im Feriengebiet Kumgang in Nordkorea stattfinden. Allerdings bestanden die Abgesandten der kommunistischen Führung in Pjöngjang am Mittwoch nach Angaben aus Verhandlungskreisen darauf, dass Südkorea ein geplantes Manöver mit den USA auf die Zeit nach dem Treffen verschiebt. Bisher soll die Militärübung am 24. Februar beginnen. Die Beziehungen zwischen beiden Staaten sind derzeit wegen des geplanten Manövers besonders angespannt.

Das Programm zu den Familientreffen, bei denen bislang Tausende Menschen kurzzeitig ihre Angehörigen sehen konnten, hatte im Jahr 2000 begonnen. Derzeit stehen etwa 72.000 Südkoreaner auf einer offiziellen Warteliste. Ein im September angesetztes Familientreffen war von Pjöngjang kurzfristig abgesagt worden.