Die zweite Runde Genfer Syrien-Gespräche ist ergebnislos zu Ende gegangen. Nach weniger als einer halben Stunde beendeten die Delegierten von Opposition und Regierung am Samstag ihr letztes Treffen. Der UN-Sondervermittler Lakhdar Brahimi hatte die beiden Konfliktparteien ein letztes Mal zusammengebracht. Beide Seiten hatten seit Montag verhandelt, ohne Fortschritte zu erzielen.

Einen Plan zur Fortsetzung der Gespräche gibt es nicht: Die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad lehnte einen Vorschlag Brahimis für eine weitere Gesprächsrunde ab.

Brahimi sagte, er habe vorgeschlagen, bei einem weiteren Treffen zunächst ein Ende der Gewalt anzustreben und danach über die Bildung einer Übergangsregierung zu verhandeln. "Leider hat die Regierung abgelehnt", sagte er. Syriens Präsident ist nicht bereit, sich von seinem Posten zurückzuziehen und die Macht an eine Übergangsregierung zu geben.

Auch die Opposition hatte während der Gespräche von einer "Sackgasse" gesprochen und gedroht, die Verhandlungen abzubrechen. Oppositionsunterhändler Anas al-Abdeh sagte aber nun, seine Gruppe sei für eine Fortsetzung der Verhandlungen.

Wie es in der Syrien-Frage weitergeht, ist unklar. Im seit fast drei Jahren währenden syrischen Bürgerkrieg sind über 136.000 Menschen getötet worden. Millionen Syrer flohen vor der Gewalt ins Ausland.

Brahimi wird nun nach New York reisen, um UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und dem UN-Sicherheitsrat Bericht zu erstatten. Er wolle sich zudem mit den USA und Russland beraten, auf deren Initiative die Friedenskonferenz einberufen worden war.