Die syrische Regierung hält Wort: Nach Angaben staatlicher Medien wird sie Zivilisten aus Homs erlauben, die seit 18 Monaten von der Armee belagerte Stadt zu verlassen. Der Gouverneur der Stadt, Talal Barasi, sagte nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana, die Regierung in Damaskus habe sich mit den Vereinten Nationen auf eine entsprechende Vereinbarung verständigt. Die Zivilisten könnten "sehr bald" aus den von Rebellen gehaltenen Vierteln in der Altstadt von Homs herauskommen.

Auf der internationalen Syrien-Konferenz Ende Januar in Genf hatte die Regierung von Baschar al-Assad einen solchen Schritt zugesagt. Mit sofortiger Wirkung wurde es Frauen und Kindern gestattet, die Stadt zu verlassen.

Die weitgehend von Rebellen eingenommene Stadt im Westen Syriens wird seit Juni 2012 von der syrischen Armee belagert und beschossen. Tausende Zivilisten leben dort unter widrigen Bedingungen, häufig ohne ausreichend Nahrung und Medikamente.

Der Aufstand gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad begann im Frühjahr 2011. Im syrischen Bürgerkrieg wurden Schätzungen zufolge mehr als 136.000 Menschen getötet.