Es waren die massivsten Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel seit Ende 2012: Die israelische Armee sprach von mindestens 30 Geschosseinschlägen in grenznahen Regionen. Nach Angaben aus dem Gazastreifen wurden mehr als 100 Raketen und Granaten abgefeuert. Die Organisation Islamischer Dschihad hat sich zu dem Angriff bekannt.

Israel hat daraufhin mit der Bombardierung von Ausbildungslagern des Islamischen Dschihad begonnen. Weitere Ziele seien Lager des militärischen Armes der Hamas. Opfer hat es bisher offenbar auf beiden Seiten nicht gegeben.   

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte eine "sehr heftige" Reaktion auf den Raketenbeschuss angekündigt. "Wir werden weiterhin die verletzen, die uns verletzen und alles tun, um die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten", schrieb Netanjahu auf Facebook.

Nach Angaben des Islamischen Dschihad ist der Angriff auf Israel eine Reaktion auf die gezielte Tötung dreier Mitglieder der Organisation durch die israelische Luftwaffe. Israels Außenminister Avigdor Lieberman sprach sich für die erneute Besetzung des Palästinensergebiets aus: "Nach einem Angriff wie diesem – ein Hagel von mehr als 50 Raketen – gibt es keine Alternative zu einer vollständigen Wiederbesetzung des gesamten Gazastreifens", sagte der ultranationalistische Politiker.

Seit Ende November 2012 gilt eine brüchige und von beiden Seiten immer wieder missachtete Waffenruhe zwischen Israel und dem Gazastreifen. Sie beendete einen achttägigen blutigen Schlagabtausch zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas.